Fairtrade Rosen aus Afrika!

Bad Schwalbach, 10. Februar 2015:

Ob zum Valentinstag, Muttertag, dem Internationalen Frauentag oder einfach nur zwischendurch - es gibt viele Anlässe zum Verschenken fair gehandelter Blumen. Nach der anstrengenden Kreistagssitzung am Dienstag, den 10. Februar im Kurhaus Bad Schwalbach verteilte der Dezernent für Fairtrade im RTK, Guntram Althoff Fairtrade Rosen an alle PolitikerInnen.

Eine Geste, die doppelt Freude schenkte: Rosen aus Fairem Handel machen nicht nur den Beschenkten hierzulande eine Freude. In Ländern wie Kenia, Äthiopien, Ecuador und Peru unterstützt Fairtrade Blumenpflückerinnen darin, ihre Rechte auf ein selbstbestimmtes würdevolles Leben, finanzielle Unabhängigkeit und sichere Arbeitsbedingungen einzufordern. „Nach wie vor werden in vielen Ländern weltweit Frauen unterdrückt und ausgebeutet“, so Guntram Althoff, Dezernent des Rheingau-Taunus-Kreises , „faire Handelsbedingungen helfen Armut und Diskriminierung abzubauen und stärken die Rechte von Frauen.“

Doppelt Freude schenken!

Die Rose ist die mit Abstand beliebteste Schnittblume in Deutschland. Um die Nachfrage zu decken, wird ein Großteil der Rosen aus Ländern wie Kenia, Tansania oder Ecuador importiert. Doch oft sind die Arbeitsbedingungen vor Ort verheerend: Schlechte Bezahlung und hoher Pestizid-Einsatz gefährden die Gesundheit der Angestellten. Seit 2005 gibt es daher das Fairtrade-Siegel für Rosen. „Fairtrade ermöglicht den Beschäftigten der Blumenfarmen ein menschenwürdiges Arbeitsumfeld“, sagte Dezernent Guntram Althoff. Mindestlöhne, Arbeitsschutz, Versammlungsfreiheit und das Verbot jeglicher Diskriminierung gehören ebenso zu den Fairtrade-Regeln, wie eine Liste verbotener Pestizide und ein wassersparender Blumenanbau. Dass die Standards eingehalten werden, wird regelmäßig vom Zertifizierungsunternehmen FLO-Cert kontrolliert.

Doppelt Freude schenken!

Chancen der Fairtrade-Prämie

Die Beschäftigten auf zertifizierten Blumenfarmen profitieren von der Fairtrade-Prämie. So auch Sarah Kalingu, die als Rosenpackerin auf der Fairtrade-zertifizierten Siraji-Farm in Kenia arbeitet. Ein Teil der Schulgebühren ihrer zwei Kinder wird durch Prämiengelder finanziert. Sie lebt mit ihrer 4-köpfigen Familie in einem kleinen Miethaus mit drei Räumen in der Umgebung.

Fairtrade-Rosen sind bundesweit erhältlich, darunter auch verschiedene Supermärkte sowie in Blumenfachgeschäften im RTK.

Weitere Informationen unter: http://www.rheingau-taunus-fairtradekreis.de/rtk-fairtrade-einkaufsfuehrer.html

Fairtrade Rosenaktion 2015