RHEINGAU-TAUNUS - (red). Auf die Bedeutung von fairen Handelsbedingungen für die Menschen in anderen Ländern will der Rheingau-Taunus-Kreis bei den „Fairen Wochen“ vom 15. bis 29. September aufmerksam machen. Bei den Aktionswochen unter dem Motto „Fairer Handel schafft Perspektiven“ können Verbraucher in mehreren Kommunen etwas über die Produzenten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Kaffee, Tee, Bananen oder Orangen sowie über die Umstände der Herstellung erfahren.

Nur vier von 100 Tassen Kaffee sind fair gehandelt

In den Ländern des globalen Südens, aus denen viele Nahrungsmittel kommen, sind sehr viele Menschen von Hunger, fehlender Gesundheitsversorgung und Bildung sowie menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen betroffen und sehen deshalb für sich und ihre Kinder in ihrer Heimat keine Perspektive. Der faire Handel will das ändern – durch die Verbindung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten schafft er Perspektiven für Produzenten weltweit. Die deutschen Verbraucher tragen dazu bei: 2016 gaben sie 1,3 Milliarden Euro für fair gehandelte Produkte aus – rund doppelt so viel wie 2012. Kaffee hat dabei mit 36 Prozent am Gesamtumsatz die Spitzenposition inne. Dennoch: Trotz Wachstum sind nur vier von 100 Tassen Kaffee in Deutschland fair gehandelt.

Im Rheingau-Taunus, der zu den Fair-Trade-Kreisen gehört, eröffnet die Dezernentin für Fairtrade, Monika Merkert, die „Faire Woche“ am Freitag, 15. September, ab 19 Uhr in der Cafeteria im Kreishaus Bad Schwalbach mit der Multivisionsshow „Die Anden: Fairer Handel, Trekking, Schamanismus“.

Die öffentliche Multivisionsshow ist eine Kombination aus Fotos auf Großleinwand, live erzählten Geschichten, stimmungsvoller Musik und Originaltonaufnahmen. So entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die die Zuschauer zum Lernen, Schmunzeln, Genießen und Träumen einlädt.

 

Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/rheingau/landkreis/rheingau-taunus-kreis-veranstaltet-aktionswoche-zum-fairen-handel_18170415.htm