Rosenaktion 2017 Idstein

Anneliese Waldschläger (mit roter Jacke) aus Bermbach erhält eine Rose von Schülerinnen der Montessori Schule.  Foto: wita/Mallmann

IDSTEIN - Rosen für die Damen am Weltfrauentag. Schon zum dritten Mal bekamen am gestrigen 8. März zahlreiche weibliche Passanten in der Idsteiner Altstadt sowie Kundinnen einiger an der Aktion beteiligter Geschäfte je eine langstielige Rose als Geschenk. „Flower Power“ heißt die Aktion des bundesweit aktiven Vereins „Trans Fair“, der sich seit mittlerweile 25 Jahren einsetzt für fairen Handel mit Produzenten in der dritten Welt.

Idstein ist offizielle „Fair Trade Town“

Die Stadt Idstein ist seit eineinhalb Jahren offizielle „Fair Trade Town“, zertifiziert durch „Trans Fair“, und deshalb beteiligte sie sich an der Blumen-Aktion, die an diesem Mittwoch bundesweit stattfand. Die fair gehandelten Blumen wurden von der Stadtverwaltung bei einem Idsteiner Blumengeschäft gekauft und für die Aktion zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Christian Herfurth und einige Rathaus-Mitarbeiter, Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde, des Weltladens und eine Gruppe von der Montessori Schule gehörten am gestrigen Vormittag zur Besatzung des Informationsstandes, der auf dem König-Adolf-Platz an der Rathausmauer aufgebaut wurde. Einige Schülerinnen laufen über den Platz, verteilen Rosen an Passantinnen und machen gleichzeitig eine Umfrage darüber, wie weit verbreitet Kenntnisse über Fair Trade in der Stadt sind. Für all jene, die nichts darüber wissen, liegt Informationsmaterial bereit – und die freiwilligen Standbetreiber geben gerne Auskunft über ihr Engagement.

Der Weltladen, „Grükern“, „Tabakum“, Café Ungrad und der Hexenbuchladen unterstützen die Aktion, bei der es auch darum geht, spenden zu sammeln aus dem Verkaufserlös fair gehandelter Produkte. „Flower Power“ – der Titel der Aktion weist auch hin auf den Aspekt der Stärkung von Frauen in der dritten Welt, solchen, die beispielsweise zu Zigtausenden auf den Blumenfarmen in Ostafrika arbeiten. Ihre Arbeitsbedingungen können sich markant verbessern durch die Fair Trade Abgabe und durch die rechtlichen Vereinbarungen, die der Fair Trade Handel als Auflagen hat.

Montessori-Schule will „Fair Trade Schule“ werden

„Kennen Sie Fair Trade?“, fragt Anna Maria von der Montessori-Schule eine Passantin auf Idsteins zentralem Platz und markiert auf ihrem Umfrage-Zettel die positive Antwort. Die private Idsteiner Schule ist gerade dabei, zweite offizielle „Fair Trade Schule“ in der Stadt zu werden. Hundert Prozent sattelfest ist die Schülerin noch nicht bei der Erläuterung, was es mit dem Label auf sich hat, aber sie weiß auf jeden Fall, „dass Frauen sich über Rosen freuen“.

 Von Beke Heeren-Pradt

 

Quelle: http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/untertaunus/idstein/mit-der-aktion-flower-power-setzt-sich-idstein-fuer-frauenrechte-ein_17736864.htm